...waren nicht so richtig spannend, aber in Ordnung. Von Mauricio und seiner Familie wurde ich sehr freundlich empfangen, aufgenommen und durfte auch während der ersten paar Tage im Zimmer des Bruders wohnen, der bis Januar in Schweden ist. Der Satz "Eres en tu casa" (=Du bist in deinem Haus, fühl dich wie zu Hause) fiel nicht nur einmal und war auch wirklich so gemeint. Die Familie wohnt im Bereich Providencia, einer recht ruhigen und sicheren Gegend etwas außerhalb des Zentrums. Seine Eltern, Maribel und Carlos kommen aus dem Baskenland bzw. von den Kanaren. Die meisten Häuser hier werden direkt Wand-an-Wand gebaut, viel Platz für Gärten gibt's meist nicht, und wenn, sehen sie ein bisschen Playmobil-mäßig aus. Wie viele wohlhabende Familien hat auch seine eine Haushälterin, die aus der Hauptstadt México D.F. kommt. Außerdem gibt's noch eine Frau, die Mauricios Mutter bei der Wäsche hilft. Maribel meint, dass sie floja wäre, also ein wenig arbeitsscheu oder faul.Mauricio habe ich leider nicht so oft gesehen, da er wirklich viel in der Firma seines Vaters arbeitet, die vor allem medizinsche Verpackungen herstellt. Trotz der vielen Arbeit hat er mir sehr geholfen und ich konnte ihn auch auf der Arbeit anrufen. So haben wir uns schon am dritten Tag Wohnungen angeschaut. Zuerst waren wir im Zentrum, wo die Häuser älter und meist ein wenig heruntergekommen sind, und haben uns eine WG angeschaut, in der Julia aus dem Pfleghof eine Zeit lang gewohnt hat. War mir aber dann doch ein wenig zu versifft für den Europa-verwöhnten Oli. Económico, vielleicht was fürs Sommersemester. Schließlich habe ich mich dann für eine casa de asistencia in Mauricios Nachbarschaft entschieden, was bedeutet, dass man in einem Haus oder einer Wohnung mit der Besitzerin und weiteren Studenten zusammenwohnt, die in Einzel- oder Doppelzimmern untergebracht sind.
Jetzt wohne ich in einem vierstöckigen, wunderhübschen Betonbau mit Señora Sonia, Arturo (20), einem Medizinstudenten aus Nogales, was an der Grenze zu den USA liegt, und Leonel, ihrem 32-jährigen Sohn. Von Arturo bekommt man nicht viel mit, er wohnt schon seit 5 Semestern dort, er hat hier eben schon seinen Freundeskreis usw., ist aber immer freundlich und höflich. Leonel hat's nicht ganz leicht. Er ist echt nett und hilfsbereit wie so viele Mexikaner, hatte einen Gehirntumor, der ihm erfolgreich entfernt wurde und wohnt eigentlich in Cancún, wo er mit Bademoden handelt. Seit der geglückten Operation, Chemotherapie und Reha wohnt er aber in GDL und seit einem Sturz vor ein paar Tagen auf den Rücken hat er sich entschlossen, doch wieder fürs erste zu seiner jefa, also seiner Mutter zu ziehen. Mein Zimmer ist klein, aber viel brauche ich ja nicht. Der größte Vorteil des Zimmers ist, dass Sonia uns (gutes) Essen kocht, unsere Wäsche wäscht, bügelt und alles putzt "¡todo limpio limpio!" (Alles schön sauberchen!) - wir müssen also fast nichts machen. Und das alles für 320 Euro im Monat...!
Jetzt wohne ich in einem vierstöckigen, wunderhübschen Betonbau mit Señora Sonia, Arturo (20), einem Medizinstudenten aus Nogales, was an der Grenze zu den USA liegt, und Leonel, ihrem 32-jährigen Sohn. Von Arturo bekommt man nicht viel mit, er wohnt schon seit 5 Semestern dort, er hat hier eben schon seinen Freundeskreis usw., ist aber immer freundlich und höflich. Leonel hat's nicht ganz leicht. Er ist echt nett und hilfsbereit wie so viele Mexikaner, hatte einen Gehirntumor, der ihm erfolgreich entfernt wurde und wohnt eigentlich in Cancún, wo er mit Bademoden handelt. Seit der geglückten Operation, Chemotherapie und Reha wohnt er aber in GDL und seit einem Sturz vor ein paar Tagen auf den Rücken hat er sich entschlossen, doch wieder fürs erste zu seiner jefa, also seiner Mutter zu ziehen. Mein Zimmer ist klein, aber viel brauche ich ja nicht. Der größte Vorteil des Zimmers ist, dass Sonia uns (gutes) Essen kocht, unsere Wäsche wäscht, bügelt und alles putzt "¡todo limpio limpio!" (Alles schön sauberchen!) - wir müssen also fast nichts machen. Und das alles für 320 Euro im Monat...!Dienstag habe ich dann schon Mauricios komplette Familie bei einer "Housewarming-Party" seines Onkels kennen gelernt, Donnerstag bin ich zum ersten Mal mit Mau, seiner Freundin Yvonne und ihrer Kusine Malena Tacos essen gegangen. ¡Muy rico! Sehr lecker, die Tacos - so ähnlich wie Döner in klein und zum Selberfalten. Mein Magen hat's gut vertragen, so Späßken wie Tacos de lengua oder Labia, also Zunge oder Lippe habe ich aber nicht probiert. Bei Malena habe ich mich dann gleich mal beliebt gemacht, indem ich sie 5 Jahre älter geschätzt habe. Eigentlich ist sie erst 20 Jahre alt. So böse kann sie mir aber nicht gewesen sein, da wir dann freitags mit ihren Freundinnen und Freunden in Old Jack's Bar gegangen - wie so vieles hier recht amerikanisch angehaucht, aber ganz angenehm, viele gemütliche Sessel und Couches laden zum geselligen Verweilen ein. Ich hab's genossen, mal wieder unter Leute zu kommen, da ich mich die ersten Tage nicht so wirklich rausgetrat habe. Blanca, einer ihrer Freundinnen, die alle nutrición, also Ernährung studieren, habe ich ein paar Brocken Deutsch beigebracht - Wörter und Sätze wie Hallo, wie geht's? schneeweiß oder Bausparvertrag - die Basics halt. Später am Abend hat noch ne mexikanische Band Covers und Musik von Coldplay, Creedence Clearwater Revival über Stereophonics bis zu Latin Ska gespielt - und das gar nicht mal schlecht! Als Kamerad Jetlag vorbeigeschaut hat, war's dann auch schon 2 Uhr.
Mehr Bilder gibt's hier.

3 Kommentare:
You haven't mentioned the turtles! How cute!!!
We want more posts!!!!!!!!
Wann gibt`s more posts, Oli?
klingt gut. sounds nice!
lass dich nicht verkohlen!!
Tobi wan ke nobi
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